Marcus Sielaff: Blog https://marcussielaff.pictures/blog en-us (C) Marcus Sielaff marcus-live@music-heritage.de (Marcus Sielaff) Sat, 21 Oct 2017 07:48:00 GMT Sat, 21 Oct 2017 07:48:00 GMT https://marcussielaff.pictures/img/s/v-5/u487220442-o295130858-50.jpg Marcus Sielaff: Blog https://marcussielaff.pictures/blog 90 120 Westcoast-Roadtrip Herbst 2017 Station 11 Los Angeles https://marcussielaff.pictures/blog/2017/10/westcoast-roadtrip-herbst-2017-station-11-los-angeles OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Text: Anne-Katrin Sielaff

Fotos: Marcus Sielaff

 

"Alles hat ein Ende..."

Auf dem Weg nach LA erwartet uns noch eine kurze Zwischenstation und damit das erste Super8-Motel unserer Reise in Santa Barbara. Überall im Land gibt es die Motels dieser Kette-bis jetzt sind wir immer drum herum gekommen. Da allerdings Santa Barbara unterkunfttechnisch ein ziemlich hochpreisiges Pflaster ist und wir in LA noch ausgiebige Shopping-Touren geplant haben, muss es heute mal das Super8 sein. Da wir lange vorher (ca. 10 Monate) gebucht haben, zahlen wir "nur" 70$ für das doch sehr spartanisch eingerichtete Zimmer mit direkter Straßenlage, hätten wir einen Tag vorher gebucht, hätte dasgleiche Zimmer 115$ gekostet-manchmal lohnt sich Planung eben doch! Schlafen geht allerdings nur mit Ohropax, da die Autos nachts gefühlt direkt durchs Zimmer düsen.
Am nächsten Morgen ist unser Ziel die Mission in Santa Barbara-ein immer noch aktiver Franziskanerorden. Hier kann man sich bildlich anschauen, wie die "armen Wilden" in Amerika zur Zivilisation bzw. Religion gezwungen wurden (ob sie nun wollten oder nicht). Es ist schon ziemlich beklemmend, über diesen Friedhof mit teils sehr prunkvollen Grabmalen zu wandern (alle mit Namen spanischer Kolonialherren beschriftet), auf dem nur eine kleine Tafel darauf hinweist, das hier auch 4.000 Indianer begraben wurden.

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Unsere Fahrt Richtung "Stadt der Engel" führt uns teilweise auch wieder an der traumhaften Küstenlinie entlang mit so klanghaften Orten wie Malibu Beach (wow-echt schön hier!). Am Strand ist gerade ein Filmset aufgebaut worden, leider passt die Sicherheitsmannschaft sehr gut auf und verscheucht alle Menschen, die nur annähernd nach Paparazzi aussehen, sofort.

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Endlich angekommen in der letzten Station unserer Reise, beziehen wir unserer Airbnb-Quartier in Redondo Beach bei Anna&Maciek. Nettes Zimmer mit eigenem Bad und kuscheligen Mitbewohnern, die nach Streicheleinheiten betteln (oh Mann-ich vermisse meine Miezen!!!). Nur mit dem Parkplatz, der angeblich auf der Straße vorm Haus immer zu finden ist, sieht's schlecht aus und das lässt schon ahnen, was hier verkehrstechnisch auf uns zukommt. Der öffentliche Nahverkehr ist für eine Stadt mit diesen Ausmaßen leider nur rudimentär vorhanden, was dazu führt, dass fast alle Leute mit dem Auto unterwegs sind...OH MEIN GOTT-wie hält man das nur jeden Tag aus? 6-spurige Highways meilenweit verstopft zu fast jeder Tages-und Nachtzeit!!! Der Fahrstil hier ist vorsichtig nur als "Wildwest" zu bezeichnen: blinken beim Spurwechsel? Völlig überbewertet! Rechts überholen? Na immer doch gerne! Ich fahre ja wirklich gerne und viel Auto und dachte eigentlich, wer auf Berlins Straßen unterwegs ist, den kann nichts schocken! Aber das hier wäre für mich ein absolut triftiger Grund, nicht in dieser Stadt zu leben! Unser Gastgeber Maciek lächelt, als ich ihn danach frage, wie er das jeden Tag aushält und meint, man gewöhnt sich daran. Ich merke dann auch am 2.Tag auf den Straßen dieser Stadt, dass der Schock langsam nachlässt, aber daran gewöhnen?Never ever!
Wir machen uns dann also trotz des alltäglichen Straßenhorrors auf den Weg nach Downtown LA, Marcus wird magisch angezogen von Walt Disney‘s Konzerthaus (wow-sehr außergewöhnliche Architektur!) und den Straßenschluchten zwischen den Wolkenkratzern. Der US-Banktower bietet uns dann auch noch die Möglichkeit, der Stadt der Engel „auf den Kopf zu spucken“-er ist das höchste Gebäude LA‘s und hat eine Aussichtsplattform im 72.Stockwerk - den „Skyspace“. Euch dürfte das Hochhaus aus dem Film „Independence Day“ bekannt sein-da wird es nämlich von Alien-Raumschiffen attackiert. Der Blick von oben ist natürlich spektakulär-aus fototechnischer Sicht allerdings leider eher enttäuschend, da ringsum mit Glas versehen.

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Abends zur blauen Stunde ist natürlich das Griffith-Observatorium in den Hollywood Hills Pflichtprogramm. Was für ein magischer Augenblick, wenn die Sonne hinter den berühmten Hügeln mit dem „Hollywood-Schriftzug“ verschwindet, während hinter uns eine junge Dame ins Kreischen gerät, weil sie gerade den Antrag ihres Lebens bekommt.

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In den nächsten Tagen bewegen wir uns weiter per Auto durch die Stadt, da diese Entfernungen leider nicht anders zu bewältigen sind. Ich hatte im Vorfeld die Dimensionen LA‘s doch etwas unterschätzt-Redondo Beach als Quartier ist zwar schön zum Wohnen, allerdings als Ausgangspunkt für die Stadterkundung würde ich dann doch eher Downtown oder Hollywood empfehlen-man spart eine Menge Zeit! Auf dem Programm stehen unter anderem der Hollywood Walk of Fame (Donald Trump hat hier einen Stern-kann man die Dinger kaufen oder was?!), das Grab von Marilyn Monroe (Hugh Hefner hatte sich schon 1992 das Grab direkt neben dem ersten Playmate ever gesichert und wurde vor kurzem hier beerdigt-sein Grab ist mit Lippenstift-Schmatzern übersät), Lemmy‘s Lieblingskneipe „Rainbow Bar“ in West Hollywood (hat schon was Erhebendes, auf dem Barhocker neben seinem Lieblingsstuhl mit dem alten Daddel-Computer ein Bier zu trinken!) und natürlich diverse Shoppingtouren durch die Outlets dieser Stadt (danke, lieber Dollarkurs, dass du gerade so nett zu uns bist!).

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Leider geht‘s jetzt wieder nach good old Germany-als Resümee dieser Reise ist zu sagen, dass dieses Land mindestens genauso schön ist wie in meinen Träumen und natürlich noch viel viel schöner in der Realität! Falls Ihr mal hier seid: geht mit offenen Herzen und Ohren durch die Schluchten und Straßen-ihr werdet es nie vergessen und erst recht nicht bereuen (auch wenn gerade der „Vollpfosten des Jahrhunderts“ im Weißen Haus sitzt).
Bys bye, danke für‘s Zuhören! Eure Anne

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marcus-live@music-heritage.de (Marcus Sielaff) barbara beach los-angeles malibu santa https://marcussielaff.pictures/blog/2017/10/westcoast-roadtrip-herbst-2017-station-11-los-angeles Mon, 16 Oct 2017 22:50:20 GMT
Westcoast-Roadtrip Herbst 2017 Station 10 Morro Bay https://marcussielaff.pictures/blog/2017/10/westcoast-roadtrip-herbst-2017-station-10-morro-bay OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

 

Text: Anne-Katrin Sielaff

Fotos: Marcus Sielaff

 

 

"Blöde Schlammlawine!"

 

Leider müssen wir uns von einem großen Traum verabschieden während dieser Reise: den Highway 1 von San Francisco nach Los Angeles schön entspannt an der Küste mit diesen weltberühmten Ausblicken entlangzuzuckeln. Im Frühjahr 2017 gab's erst eine kleine (die wäre noch wegzuräumen gewesen) aber dann auch eine riesengroße Schlammlawine bei Big Sur, sodass die Straße komplett gesperrt ist und man nur bis zum Pfeiffer Big Sur State Park fahren kann und dann einen ziemlich großen Umweg in Kauf nehmen muss, um weiter nach Süden zu kommen.

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Also fahren wir bis zur Bixby Creek Bridge-der Cabrillo Highway (wie der Highway 1 auch heißt) zeigt sich auf diesem Stück von Carmel bis zur berühmten Brücke von einer sehr zauberhaften Seite: schroffe vom Meer umspülte Felsen fallen steil ins azurblaue Wasser ab, die Gicht sprüht und bildet Nebel mit Regenbogenfarben.

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Auf der Bixby Creek Bridge angekommen, dröhnen uns laute Motoren entgegen, es gibt einen Riesen-Medienrummel und ein großer Menschenauflauf hat sich angesammelt: der "Supercars Club Arabia" gibt sich zufällig heute gerade die Ehre und über die Brücke fahren Edelkarossen hin und her-ein netter junger Mann mit Funkgerät am Start drückt mir seine Karte in die Hand (aha: Khalid aus Bahrain), erzählt mir auf Nachfrage, dass sie heute hier Werbevideos drehen für ihren Autoclub. Ist schon spannend, diese "Männerspielzeuge" mal in Aktion zu erleben und vor allem die Motoren brüllen zu hören. Die Bixby Creek Bridge bietet natürlich die perfekte Kulisse dafür.

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Wir entschließen uns, an dieser Stelle umzudrehen und nicht weiter bis zur Straßensperre zu fahren, der Trubel ist hier schon ziemlich groß und der Umweg, den wir deshalb fahren müssen, kostet uns leider mindestens 2 Stunden.

Also über Land (dabei zufällig ein super Restaurant mitten in der Pampa im Carmel Valley entdeckt, wo offensichtlich nur Einheimische essen und das Steak zur Abwechslung mal nicht 25$ kostet und trotzdem super lecker schmeckt).

Am späten Nachmittag kommen wir dann ziemlich geschafft in unserer Zwischenstation Morro Bay an-das Überlandfahren schlaucht doch ganz schön. Und falls mir jemand nochmal erzählt, Kalifornien wäre so traumhaft schön, dem kann ich nur raten, sich auch mal abseits der Touri-Pfade zu bewegen. Da kann Kalifornien teilweise ziemlich hässlich und auch gähnend langweilig sein (endlos lange immer gleich aussehende Freeways durch gelbe vertrocknete Stoppelfelder)...

 

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marcus-live@music-heritage.de (Marcus Sielaff) big bixby bridge cabrillo carmel creek highway park pfeiffer state sur https://marcussielaff.pictures/blog/2017/10/westcoast-roadtrip-herbst-2017-station-10-morro-bay Thu, 12 Oct 2017 06:06:29 GMT
Westcoast Roadtrip Herbst 2017 Station 9 Pacific Grove https://marcussielaff.pictures/blog/2017/10/westcoast-roadtrip-herbst-2017-station-9-pacific-grove  

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Text: Anne-Katrin Sielaff

Fotos: Marcus Sielaff

 

"Im Paradies der kalifornischen Pensionäre oder how to catch a millionaire ;-)"

 

An alle gold diggers da draußen: Mädels, wollt ihr Euch nen echten kalifornischen Millionär à la Anna Nicole Smith angeln? Dann nix wie hin nach Pacific Grove! 

Die teuerste Unterkunft (stolze 185$/Nacht) unserer Reise liegt aber auch wirklich idyllisch-jedenfalls wenn man jenseits der 70 ist. Das Hotel "Centrella Inn" mit seiner viktorianischen Einrichtung liegt im netten kleinen Pacific Grove und wurde von mir wegen seiner Nähe zu Carmel-by-the-sea und dem 17-Mile-Drive ausgesucht.

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Als ich einchecke und mich mit dem Koffer abmühe (wo ist eigentlich mein Ehemann?), kommt mir ein auf jung getrimmter Mitte 70-jähriger Hotelgast mit strahlendem Reklamelächeln ("J.R. kann einpacken" geht mir durch den Kopf) entgegen und bietet mir dermaßen charmant seine Hilfe an, dass ich mir richtig schäbig vorkomme, als ich mit einem "No, thank you so much!" ablehne-ich bin ja schließlich frisch verheiratet und außerdem: selbst ist die Frau!

Dieses Hotel wimmelt nur so von alleinstehenden offensichtlich gut situierten älteren Herren und irgendwie passen die auch total super hierher-man kommt sich vor wie in einem Hollywoodschinken der 20er/30er Jahre.

Nach dem schwer erkämpften (puh, ohne Reservierung noch einen Tisch ergattert!) aber auch sehr sehr leckeren Abendessen im "Beach House am Lovers Point" fahren wir auf den mautpflichtigen (10,25$) 17-Mile-Drive, der schon lange auf unserer "Sehnsuchtsfoto"-Liste steht. Der Bird Rock mit seinen vielen Seevögeln und nicht zu überhörenden Seehunden im Sonnenuntergang ist schon ein Erlebnis und auch die "Lone Pine" in der Dämmerung ein absolutes Muss! OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Völlig k.o. und mal wieder übersättigt mit visuellen Eindrücken fallen wir in unserem viktorianischen Bett in tiefe Träume. Gute Nacht!

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marcus-live@music-heritage.de (Marcus Sielaff) 17-mile-drive beach house am lovers point bird carmel-by-the-sea der grove lone pine pacific rock https://marcussielaff.pictures/blog/2017/10/westcoast-roadtrip-herbst-2017-station-9-pacific-grove Mon, 09 Oct 2017 03:46:29 GMT
Westcoast-Roadtrip Herbst 2017 Station 8-San Francisco https://marcussielaff.pictures/blog/2017/10/westcoast-roadtrip-herbst-2017-station-8-san-francisco OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Text: Anne-Katrin Sielaff

Fotos: Marcus Sielaff

"If you're going to San Francisco, you have to wear some flowers in your hair"

 

Ständig in diesen letzten 3 Tagen habe ich das Gefühl, Marcus bitten zu müssen, mich mal zu kneifen. Ich kann es einfach nicht realisieren, daß ich wirklich in dieser Traumstadt angekommen bin. Und natürlich habe ich Blümchen im Haar, als wir das erste Mal über die Golden Gate Bridge in die Stadt an der Bay fahren. Unser Quartier haben wir nördlich von San Francisco in Mill Valley aufgeschlagen und es stellt sich als das absolute Juwel in Sachen Unterkunft während dieser Reise heraus: ein verwunschenes Haus hoch oben in den Bergen mit Blick über die Bay. Morgens auf der Terrasse beim Frühstück surren uns unglaublicherweise Kolibris um die Ohren und direkt vor der Terrasse kommt ein Rudel Rehe aus dem Wäldchen. Unsere Airbnb-Gastgeberin Leslie ist ein absoluter Schatz, das Haus ist so gemütlich und alles perfekt für uns vorbereitet: es fühlt sich wirklich an wie "Nach-Hausekommen". Ich weiß jetzt schon, daß mir der Abschied in 3 Tagen sehr schwer fallen wird.

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Am ersten Abend fahren wir noch schnell zum Battery Spencer Aussichtspunkt, um einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen und natürlich auch das ein oder andere Foto zu schießen.

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Der 2.Tag ist ganz für die Stadterkundung reserviert: wir lassen das Auto in Chinatown im Parkhaus stehen (Tag kostet 28$, was im Vergleich noch sehr günstig ist) und bummeln über den Telegraph Hill zum Fishermans Wharf durch die sagenhaften Hügelstraßen mit den bunten Häusern bis ins Hippie-Viertel Haight-Ashbury, wo an jeder 2.Ecke kiffende Grüppchen bunt zusammengewürfelter Menschen zusammenhocken und gitarrespielende halbnackte Typen im offenen Kofferraum ihres Autos mitten auf der Straße rumhängen und vor sich hinklimpern.

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Am 3. Tag haben wir uns für den Vormittag die Muir Woods vorgenommen, denn ganz klar: ein Urlaub in dieser Gegend ohne Red wood-Mammutbäume geht gar nicht. Obwohl wir wirklich früh am Parkeingang sind (9 Uhr!), ergattern wir gerade noch so einen Parkplatz und das lässt schon Schlimmes erahnen. Der so wunderschöne -eigentlich friedvolle-an die 1000 Jahre alte Wald ist schon proppenvoll mit schnatternden Schulklassen, den typischen in Scharen auftretenden asiatischen Fototouristen (kriegen die eigentlich irgendetwas mit von der Schönheit, die sie da so schnell abknipsen?!) und laut tratschenden amerikanischen Großfamilien. Der massenhaft auf den Schildern zu findende Hinweis "Please be quiet!" wird absolut missachtet, so dass ich leider nicht viel mitbekomme von der majestätischen Anmut dieser alten hohen Riesenbäume. Wie sagte ein älteres Ehepaar, welches wir in den letzten Wochen während unserer Reise trafen:"Die Amis lieben ihre Nationalparks zu Tode!" Leider nur zu wahr!

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Nachmittags sind wir dann natürlich wieder auf dem Weg in die Stadt, die einfach eine magische Anziehungskraft auf uns ausübt. Dieses Mal lassen wir unser Auto am Larkspur-Fährterminal stehen und fahren mit der Fähre über die Bay vorbei an der ehemaligen Gefängnisinsel Alcatraz nach SF. Auf unserer Agenda für heute stehen die "Painted Ladies", die berühmten bunten Häuschen am Alamo Square sowie die Lombard Street. Dank Uber (funktioniert mit der App auch hier genau wie in Vegas sehr unkompliziert) gelangen wir schnell von A nach B, sodass auf dem Rückweg zum Port of San Francisco sogar noch ein Abendessen im Knobi-Restaurant "The Stinking Rose" "(sehr lecker, danke für den Tipp, Christian!) und ein Besuch im Barber Shop für Marcus drin sind. Mit der letzten Fähre 21.30 Uhr geht's wieder Richtung Mill Valley-ein allerletzter Foto-Stopp führt uns aber noch zum Fort Spencer. Der Tipp kam von unserer Gastgeberin Leslie und erweist sich als absolutes Schmankerl in Bezug auf Panoramafotos bei Vollmond inclusive Golden Gate Bridge und Skyline.

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Mit absoluter Traurigkeit packen wir am nächsten Morgen dann unsere Siebensachen und verlassen dieses Traumplätzchen in der kleinen Hoffnung, doch irgendwann einmal zurückzukehren.

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marcus-live@music-heritage.de (Marcus Sielaff) alamo aussichtspunkt battery bridge fishermans fort francisco gate golden haight-ashbury hill larkspur-fährterminal lombard mill muir san spencer square street telegraph the stinking rose valley wharf woods https://marcussielaff.pictures/blog/2017/10/westcoast-roadtrip-herbst-2017-station-8-san-francisco Sun, 08 Oct 2017 05:22:08 GMT
Westcoast-Roadtrip Herbst 2017 Station 7 South Lake Tahoe https://marcussielaff.pictures/blog/2017/10/westcoast-roadtrip-herbst-2017-station-7-south-lake-tahoe OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Text: Anne-Katrin Sielaff

Fotos: Marcus Sielaff

"Auf der Suche nach dem perfekten Bild"

 

Unsere heutige Etappe hat es zum Glück zeit-und streckenmäßig nicht so in sich wie die letzten beiden, denn so langsam merke ich die bis jetzt ca. 3000 km, die ich in den letzten 2,5 Wochen gefahren bin. Heute Abend erwartet mich am Lake Tahoe ein Zimmer mit Whirlpool-wie ich mich (und meine armen verspannten Schultern sich) darauf freuen!!!

Aber zuerst machen wir einen Zwischenstopp in Bodie-einer um 1850 während des Goldrausches gegründeten und dann nach ca. 30 Jahren wieder verlassenen (weil kaum noch Gold gefunden wurde) Stadt versteckt mitten im Hinterland der Sierra Nevada. Während wir da so im SUV ganz entspannt durch die Berge cruisen, geht mir durch den Kopf, was die Leute damals wegen ein bisschen Verheißung auf Reichtum doch für Strapazen auf sich genommen haben-der reine Wahnsinn! In den ca. 20 "Glanz-Jahren" von Bodie wurden den umliegenden Bergen etwa 35 Millionen Dollar an Gold und Silber entrissen. Als wir in der verlassenen Stadt ankommen, fällt allerdings als Erstes der für eine so kleine Stadt doch sehr große Friedhof zur Linken ins Auge, man kann nur erahnen, was hier für Träume im Opiumrausch und im Saloon bei einem oder mehreren Whisky zerplatzt sind. In den teilweise recht gut erhaltenen Holzhäusern kann man durch die eine oder andere verstaubte Fensterscheibe den Rest des ehemaligen Reichtums bewundern-ein "Lost Place" allererster Sahne! 

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Nach gut 2 Stunden sind wir dann auch durch mit der Geisterstadt in den Bergen und es geht weiter Richtung Lake Tahoe. Am frühen Nachmittag angekommen, machen wir uns auf die Suche nach einem Waschsalon, denn so langsam werden die Klamotten knapp und man kann ja schließlich nicht unbegrenzt shoppen gehen-wer soll das alles nach Hause schleppen?!

Mein fotobesessener Ehegatte wird neben mir auch schon ziemlich hibbelig-er hat im Foyer unseres Hotels ein Foto entdeckt und will unbedingt wissen, wo es entstanden ist. Die nette junge Lady an der Rezeption verrät es uns und so landen wir pünktlich zum Sonnenuntergang am "Sand Harbor Beach" und weg isser, der Marcus und ich genieße den Traumanblick wieder mal für mich allein...jaja, das Leben an Fotografenseite ist nicht immer lustig und manchmal ganz schön einsam...;-)

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Morgen Vormittag geht's auch schon wieder weiter Richtung San Francisco, aber heute Abend erwartet uns noch ein ganz entspannter Whirlpool-Abend mit Rotwein und Bier. Gute Nacht!

 

 

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marcus-live@music-heritage.de (Marcus Sielaff) beach bodie harbor lake sand tahoe https://marcussielaff.pictures/blog/2017/10/westcoast-roadtrip-herbst-2017-station-7-south-lake-tahoe Sat, 07 Oct 2017 03:43:37 GMT
Westcoast-Roadtrip Herbst 2017 Station 6 Mammoth Lakes https://marcussielaff.pictures/blog/2017/10/westcoast-roadtrip-herbst-2017-station-6-mammoth-lakes OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Text: Anne-Katrin Sielaff

Fotos: Marcus Sielaff

"Von staubigen Wüsten und hohen Bergen"

 

Warum das Death Valley so heißt, braucht mir seit heute niemand mehr zu erklären-ohne Klimaanlage im Auto und gefühlten Millionen Flaschen Wasser wären wir hier jämmerlich zugrunde gegangen. Bei 100 Grad Fahrenheit (ca.38 Grad Celsius) und null komma nix Wind, endlosen schnurgeraden Straßen und staubiger Weite bis zum Horizont hoffen wir beide inbrünstig, dass unser Mietwagen nicht den Geist aufgibt. Was er zum Glück nicht tut und deshalb kommen wir auch zum Zabriskie Point: einer schon irgendwie auch faszinierenden Aussicht auf mehrere Farbschattierungen von Grau und Braun und Schluchten und Hügel des Death Valley.

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Was auf jeden Fall einen Riesenspass macht, sind die Straßen hier-geradeaus soweit das Auge reicht und schön hügelig-meine Kids hätten dazu früher Hot-Wheel-Bahn gesagt.

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Irgendwann sind wir dann aber fertig mit dieser Ödnis und verlassen das Death Valley Richtung Westen zu unserem Ziel Mammoth Lakes. Ist ein ziemlicher Ritt heute und zieht sich auch ganz schön in die Länge, nach 5 Stunden kommen wir dann aber im wirklich zauberhaften Cinnamon Bear Inn an und werden tatsächlich von einem Zimmer mit Blümchentapete und Himmelbett empfangen mit Panoramafenster auf den Wald. Beim Check-In die dringende Warnung unserer Wirtin, doch bitte keinerlei Lebensmittel oder Plastiktüten im Auto liegenzulassen wegen der Bären wird von uns zuerst beschmunzelt. Als wir dann aber am nächsten Morgen die total ausgeräumte große Mülltonne vor unserer Zimmertür im Hof entdecken, glauben wir die Geschichten von nächtlichen Schwarzbären auf Beutezug (die im Ernstfall tatsächlich auch in Autos einbrechen, wenn sie Futter erschnuppern  oder sehen) dann doch.

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Am ersten Abend machen wir noch einen kurzen Abstecher Richtung Red Meadows Canyon-liegt hier quasi vor der Haustür und der Rainbow-Wasserfall sowie der kleine verwunschene Starkweather-Lake sind wirklich wunderschön.

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Am nächsten Morgen machen wir uns auf Richtung Yosemite Nationalpark. Das sind ca.1,5 Stunden Fahrt von hier, hauptsächlich über komplett leere Highways (fährt sich einfach traumhaft hier im Gegensatz zu Deutschland, ich muss nur ständig auf meinen notorischen Gasfuß und die Geschwindigkeitsbegrenzung aufpassen), den letzten Rest der Strecke fahren wir dann auf der absolut herrlichen Tioga Road hinauf in den Park zwischen schneebedeckten Bergen.

Da wir uns heute eine ca. 15 km lange Wanderung über den Porcupine Creek Trail zum North Dome vorgenommen haben, lassen wir das Auto auf dem Porcupine Parkplatz stehen, schultern die Rucksäcke und ab geht's in den Wald. Dieser Wanderweg war ein Tipp eines jungen amerikanischen Pärchens, welches wir im Bryce Canyon getroffen hatten und es ist echt ein super Insider-Tipp: kaum andere Menschen (heute ist Sonntag und der Yosemite NP ist rappelvoll!) und zum Finale der atemberaubende Rundumblick über North Dome, Half Dome und Yosemite Valley lohnen sich definitiv!

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Auf dem Rückweg zum Auto ist die Vorfreude auf einen saftigen Buffalo Burger und unser Himmelbett dann unser größter Motivationsantrieb. Morgen müssen wir dann leider auch schon wieder weiter Richtung Lake Tahoe.

 

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marcus-live@music-heritage.de (Marcus Sielaff) bear canyon creek death dome half lake lakes.cinnamon mammoth meadows nationalpark north porcupine rainbow-wasserfall red starkweather-lake tahoe valley yosemite https://marcussielaff.pictures/blog/2017/10/westcoast-roadtrip-herbst-2017-station-6-mammoth-lakes Tue, 03 Oct 2017 05:52:02 GMT
Westcoast-Roadtrip Herbst 2017 Station 5 Panguitch https://marcussielaff.pictures/blog/2017/9/westcoast-roadtrip-herbst-2017-station-5-panguitch OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Text: Anne-Katrin Sielaff

Fotos: Marcus Sielaff

 

Von Sunrise bis Sunset-von den "wilden" Tieren des Bryce Canyon

 

Nachdem wir heute relativ früh aus unserem super komfortablen (eigene Terasse, eigenes Badezimmer -man lernt, sich über die kleinsten Dinge zu freuen :-)...)Airbnb-Quartier bei Jamie in Moab starten, geht es Richtung Panguitch. Auf dem Weg dorthin machen wir (leider nur kurz) Halt im Dead Horse State Point National Park. Wir hatten auf unserer Jahreskarte für die Parks ein traumhaftes Foto entdeckt und dann gegoogelt, wo es entstanden ist und festgestellt: ganz in der Nähe. Dieser NP stand in keinem unserer Reiseführer und ist eine echte Überraschung: Hammer Landschaft und wenig Menschen. Hätten wir doch nur mehr Zeit hier, wir wären gern ein bisschen länger zu Fuß unterwegs gewesen.

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In Panguitch angekommen, erwartet uns das erste so typisch amerikanisch und aus 1000 Roadmovies bekannte Motel. Als wir vor der Zimmertür neben unserem SUV auf Plastikstühlen ein kühles Bud trinken, müssen wir über uns selbst grinsen: mehr Klischee geht nicht! :-)))

Am nächsten Morgen fahren wir dann gleich früh los zum ca. 30 Minuten entfernten und lang ersehnten Bryce Canyon NP. Gut, dass es noch so früh am Morgen (bei Ankunft im Park ca. 8 Uhr) ist, denn auf dem Parkplatz am Sunrise-Point erwischen wir den letzten freien Parkplatz. Wir machen uns auf den Weg auf dem Queens Garden Trail Richtung Sunset-Point. Was für eine Wahnsinns Kulisse: die hier "Hoodoos" genannten tausenden von Felstürmchen in vielfachen Gelb-, Orange- und Rottönen bieten dem Auge ein absolutes Schmankerl! Mein Fotografen-Ehemann kann sich kaum losreißen und so habe ich unterwegs ab und zu mal Zeit, mich auf einem Baumstamm oder Felsbrocken niederzulassen. Als ich in meinem Rucksack herumkrame und mit einer Tüte raschele, sehe ich aus dem Augenwinkel eine Bewegung: mein erster Chipmunk-was sind die süß! Und dermaßen zutraulich: sie fressen die Nüsse direkt aus meiner Hand! Später beobachten wir bei einem Pärchen, welches seinen Rucksack kurz unbeobachtet stehenläßt, wie ein kleiner Chipmunk hineinkriecht und nach Futter sucht. Also Leute: passt auf Eure Taschen auf, ansonsten riskiert Ihr, ungewollte Passagiere aus dem Park zu schmuggeln!

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Bei weiteren kurzen Pausen kommen dann auch noch verschiedenste Vögel (einer erinnert mich an unseren Kleiber aus Europa , der andere sieht aus wie ein Eichelhäher in blau) auf die Hand bzw. den Fuß gehüpft und betteln nach Futter. Die kleinen Piepser sind hier total auf die Besucher des Parks trainiert und wissen ganz genau, was man anstellen muss, um an Futter zu kommen. Man kann nur hoffen, dass die Parkbesucher so verantwortungsvoll sind und den Tieren des Parks nur Futter geben, welches sie auch vertragen.

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Unsere Wanderung dauert aufgrund unserer vielen Zwischenstopps bis in den frühen Nachmittag und ist trotz der vielen Menschen absolut empfehlenswert. Für den Aufstieg zum Sunset-Point wählen wir den Weg über "Two Bridges": etwas schweißtreibend aber sehr lohnenswert.

Oben angekommen, erwartet uns das atemberaubende Panorama des Bryce-Amphitheaters. Mehr geht nicht!

Völlig übersättigt an schönen Bildern, schleppen wir uns zurück in unser trashiges Motel und fallen todmüde in unsere Betten-unsere Augen brauchen nach den  letzten Tagen dringend mal ein Päuschen.

Abends geht's dann noch zu Fuß ins "Cowboys Smokehouse", wo wir leckerstes Pulled Pork mit Mashed Potatoes und Baked Beans verdrücken. Gute Nacht!

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marcus-live@music-heritage.de (Marcus Sielaff) bridges bryce bryce-amphitheaters canyon chipmunk dead garden hoodoos horse moab national np panguitch park point queens state sunset-point trail two https://marcussielaff.pictures/blog/2017/9/westcoast-roadtrip-herbst-2017-station-5-panguitch Sun, 01 Oct 2017 04:02:21 GMT
Westcoast-Roadtrip Herbst 2017 Station 4, Moab/Arches National Park https://marcussielaff.pictures/blog/2017/9/westcoast-roadtrip-herbst-2017-station-4-moab/arches-national-park OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Text: Anne-Katrin Sielaff

Fotos: Marcus Sielaff

"On the road again-noch mehr rote Felsen"

 

Als ich heute morgen vom Bett aus die Sonne hinter den Felsen des Monument Valley aufgehen sehe, muss ich spontan an Louis Armstrong's "What a wonderful world" denken, denn etwas Atemberaubenderes habe ich noch nie gesehen. Das Teardrop Arch B&B von Ilene kann ich wirklich Jedem nur wärmstens ans Herz legen, der hierher kommt: schöner kann man nicht schlafen.

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Dann sind wir auch schon wieder on the road heute in Richtung Moab-der Arches NP mit seinen spektakulären Arches (Steinbögen) ist unser Ziel.

Zweieinhalb Stunden und wir sind angekommen. Da wir uns im Grand Canyon NP schon eine Jahreskarte für 80$ besorgt hatten(lohnt sich für jeden, der mehr als 3 Nationalparks besucht), werden  wir direkt durchgewunken und fahren hinter vielen anderen Autos bergauf. Der Arches NP ist doch größer als man auf den ersten Blick meint, wir wollen eigentlich direkt zum berühmten Delicate Arch, fahren dann aber doch erstmal rechts in Richtung Windows Section (ich hatte diese Empfehlung vorher in einem Blog gelesen). Obwohl es auch hier leider sehr voll und kaum ein Parkplatz zu finden ist, sind diese "hole in the rocks" schon spektakulär und erinnern mich ein bisschen an das Prebisch-Tor in der Böhmischen Schweiz. Wir suchen uns ein ruhiges Plätzchen etwas abseits und picknicken mit Blick auf das grandiose North Window. 

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Wieder zurück im Auto fahren wir zum Delicate Arch Viewpoint, kraxeln ca. 15 Minuten hinter vielen anderen Lemmingen den Berg hoch und sind ziemlich enttäuscht, als wir am Ende des Trails ankommen und der Delicate Arch nur ein klitzekleiner Steinbogen in der Ferne ist. Nach einem Blick auf die Karte stellen wir fest, dass wir den falschen Weg gewählt haben: wir hätten den Parkplatz an der Wolfe Ranch nehmen und von dort den 2,5 km langen Trail, der direkt zum Delicate Arch führt. Da wir aber beide so langsam eine gewisse "Steinmüdigkeit" verspüren, es außerdem heute wider Erwarten ziemlich heiß ist und wir uns auf ein Steak und ein kühles Bier freuen, ist Schluss für heute. Also ab ins Auto und zurück ins 10 Minuten entfernte Moab, wo uns das Airbnb-Zimmer mit Terasse und BBQ von Jamie erwartet.

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marcus-live@music-heritage.de (Marcus Sielaff) arch delicate moab/arches monument national north park teardrop valley window. https://marcussielaff.pictures/blog/2017/9/westcoast-roadtrip-herbst-2017-station-4-moab/arches-national-park Thu, 28 Sep 2017 04:27:56 GMT
Westcoast-Roadtrip Herbst 2017, Station 3 https://marcussielaff.pictures/blog/2017/9/westcoast-roadtrip-herbst-2017-station-3 OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Text: Anne-Katrin Sielaff

Fotos: Marcus Sielaff

"Monument Valley-auf der Suche nach dem Marlboro Man"

 

Heute morgen starten wir nach einem ausgiebigen Frühstück in unserer neuen Lieblings-Dinerkette "Denny's" von Page aus Richtung Navajo-Reservation Monument Valley Tribal Park. Die gut 2-stündige Fahrt ist zwar landschaftlich nicht so reizvoll wie die gestrige Tour, lässt sich aber durch super Country-Mucke im Radio gut aushalten.

Als plötzlich am Horizont die markanten roten Felstürme des Valley erscheinen, bin ich sprachlos: sieht wirklich aus wie in den guten alten Westernschinken mit Clint Eastwood oder John Wayne! Die Route 163 führt uns dann auch direkt zwischen die "Butten", wie sie hier auf Englisch genannt werden und wenn man direkt davor steht, begreift man auch, warum das Tal seinen Namen bekommen hat.

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Das Visitors Center ist natürlich gnadenlos überfüllt und wieder mal babbeln Menschen aus aller Herren Länder durcheinander: blonde Mädelsgruppen in Hotpants, die sich mit wehender US-Fahne vor den Felsriesen in Szene setzen oder die Bikergang aus Frankreich in Vereinskluft, aber witzigerweise ohne Motorräder (ne Bikergang hier OHNE Bikes-was soll das???), die ihr Logo in die Kamera halten und natürlich die allgegenwärtigen Asiatengruppen mit ihren klickenden Fotoapparaten. All das muss man mögen, wenn man hierher kommt, denn ganz klar: an solch einem Ort ist man nie allein. 

Nach einem kurzen Picknick machen wir uns mit unserem SUV (ja-hier braucht man den wirklich, obwohl es auch Typen gibt, die meinen, mit ihrem Mustang-Cabrio offen auf der staubigen unbefestigten Schotterpiste fahren zu müssen ) auf den ca. 1,5-stündigen Weg auf der Valleyroad durch den Nationalpark vorbei an schon tausendmal im TV gesehenen Felsformationen-schon ein bisschen surreal das Ganze, aber dennoch atemberaubend schön! Hier verteilen sich die Menschenmassen zum Glück auch etwas und ich bin wieder einmal endlos froh darüber, nicht einer dieser armen "Bus-Lemminge" zu sein sondern anhalten zu können, wann und wo und wie lange ich will. Den Marlboro-Man haben wir leider nicht gefunden, dafür aber nachmittags unser nächstes Airbnb-Zimmer mitten im Valley bei Ilene&Andy mit definitiv der allerschönsten Terasse auf der Welt-was für ein Ausblick beim abendlichen BBQ!

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marcus-live@music-heritage.de (Marcus Sielaff) monument usa valley westcoast-roadtrip-herbst-2017-station-3 https://marcussielaff.pictures/blog/2017/9/westcoast-roadtrip-herbst-2017-station-3 Wed, 27 Sep 2017 03:46:13 GMT
(Westcoast-Roadtrip Station 2: Page, Arizona) https://marcussielaff.pictures/blog/2017/9/-westcoast-roadtrip-station-2-page-arizona OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Text: Anne-Katrin Sielaff

Fotos: Marcus Sielaff

 

"Ab in die Wildnis"

Nachdem wir im lauten, schrillen, glitzernden Vegas unseren Mietwagen (Midsize SUV Nissan Rogue, von Deutschland aus im Voraus online bei Hertz gebucht) abgeholt haben, sind wir nun am Freitag Morgen auf dem Weg nach Page, Arizona (an dieser Stelle nochmal einen großen Dank an Christian für den super Standort-Tipp!). Nach knapp 5 Stunden Fahrt (und einem kurzen Shopping-Zwischenstopp bei Walmart) erreichen wir unser Airbnb-Home bei Terry am Nachmittag. Ziemlich aufregend das Ganze, denn Terry ist Exotic Animal Trainer und hat dementsprechend einen halben Zoo zuhause (Alicia, der Uhu, zwei Frettchen und diverse Schlangen begrüßen uns). Außerdem ist Terry eine wahre Fundgrube an Insider-Tipps-er hasst überlaufene Touri-Hotspots und schickt uns deshalb an solch verzauberte Orte wie das kleine Lee's Ferry direkt am Colorado-River, wo wir den einheimischen Fliegenfischern zuschauen, zur Navajo Bridge (magischer Ort!!!) oder zum Imperial Point am Grand Canyon North Rim, wo der Ausblick hundertmal schöner ist als direkt vom Visitors Center aus...

Danke, Terry!

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Was natürlich trotzdem nicht fehlen darf-wenn auch absolut überlaufen-sind der "Horseshoe Bend" (wunderschön am Abend zur blauen Stunde und dank Terry wussten wir, dass die linke Seite die ruhigere Seite ist!) und am Samstag die zwar sündhaft teure, dafür aber sehr "ertragreiche" Fotografen-Tour durch den Upper Antelope Canyon.

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Auch direkt 10 Autominuten von Page zu finden sind traumhafte Ausblicke auf den Lake Powell vom Wahweap-View aus sowie direkt vor der Haustür in Page der Glen Canyon Dam.

Beim Fahren durch diese traumhafte und landschaftlich sehr abwechslungsreiche Kulisse aus roten Sandsteinfelsen, schattigen Wäldern, die schon langsam den Herbst spüren lassen und endlos weiten Prärieebenen möchte man sich am liebsten aufs nächste Pferd schwingen und loszuckeln. Unglaublicherweise und um das Western-Feeling noch perfekter zu machen, läuft uns am Nachmittag im Grand Canyon National Park direkt noch eine Herde Bisons über den Weg. Morgen müssen wir Page leider schon wieder verlassen-dann geht's ins Navajo-Gebiet direkt im Monument Valley.

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marcus-live@music-heritage.de (Marcus Sielaff) am antelope arizona bend canyon colorado-river dam. direkt ferry glen grand horseshoe lake lee's north page powell rim upper usa wahweap-view westcoast-roadtrip https://marcussielaff.pictures/blog/2017/9/-westcoast-roadtrip-station-2-page-arizona Tue, 26 Sep 2017 22:59:55 GMT
Westcoast-Roadtrip Herbst 2017/Station 1 https://marcussielaff.pictures/blog/2017/9/westcoast-roadtrip-herbst-2017/station-1  

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Text: Anne-Katrin Sielaff

Fotos: Marcus Sielaff

 

"Las Vegas für Anfänger"

4 Tage in "sin city"-ich muss sagen, es reicht! Als wir Montag nach 12 Stunden Flug auf dem Bett in unserer dekadenten Suite im Mandalay Bay lagen und den Blick über den Vegas-Strip schweifen ließen, konnte ich es noch kaum fassen. Endlich hier in der Hangover-City zu sein, Du erwartest jeden Moment, einen durchgeknallten nackten Asiaten aus dem Kofferraum einer Limo springen zu sehen...😉  OLYMPUS DIGITAL CAMERA Nachdem wir dann in den nächsten Tagen die absolut überdimensionierten Hotels am Strip erkundeten, vom Stratosphere-Tower den Blick über den Strip genossen, in der Fremont-Street mit Schrecken sehen mussten, was diese Stadt aus den Menschen machen kann und unsere Augen und Ohren nur noch nach Ruhe bettelten, hatten wir am gestrigen Donnerstag die große Ehre, vom "King himself" in der Graceland Wedding Chapel getraut zu werden. Ein absolut unvergessliches Erlebnis und für jeden Elvis-Fan ein Muss!   Kleiner Tipp am Rande für alle, die demnächst nach Vegas reisen: einen Mietwagen braucht ihr hier nicht wirklich. Einfach die "Uber-App" herunterladen, das ist hier die preisgünstigste und einfachste Art der Fortbewegung und man lernt solche süßen Menschen wie gestern auf der Fahrt zur Wedding Chapel Niea kennen: eine Lady in den 70ern, die uns während der Fahrt mal eben spontan ein Gedicht schenkte, sie wäre Schriftstellerin und die zweite Ehe wäre ja eh die beste und überhaupt: "Es lebe die Liebe!"

 

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marcus-live@music-heritage.de (Marcus Sielaff) bay chapel elvis fremont-street graceland las mandalay stratosphere-tower vegas wedding https://marcussielaff.pictures/blog/2017/9/westcoast-roadtrip-herbst-2017/station-1 Fri, 22 Sep 2017 15:40:19 GMT
blank it-Festival https://marcussielaff.pictures/blog/2017/7/blank-it-festival ​​​​​ Sonntag, 23. Juli 2017

Text: Anne-Katrin Sielaff

Fotos: Marcus Sielaff

Blank It Festival Blankenfelde 22.07.2017

Letzten Samstag machten wir uns mal wieder mit Kamera, Tanzlust und etwas Bierdurst auf den Weg zu einem uns bis dato noch unbekannten Festival ins ca. 35 Minuten von Berlin entfernte Blankenfelde- angelockt von einem unwiderstehlichen Line Up und natürlich mit Gummistiefel und Regenjacke im Gepäck. 

Im Sonnenschein losgefahren in Berlin und bei heftigstem Starkregen, Blitz und Donner in Blankenfelde angekommen, saßen wir erstmal eine halbe Stunde im Auto auf dem Parkplatz,  da wegen des Wetters an Aussteigen einfach nicht zu denken war.

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Nachdem eine kurze Regenpause uns den Weg auf das Gelände ermöglichte, erwartete uns ein kleiner, feiner und mit viel Liebe zum Detail gestalteter Festivalplatz auf dem Natursportpark Blankenfelde. Lampions schaukeln sanft im Wind und die zum Glück mit Blick auf das "super" Berliner Sommerwetter vom Veranstalter aufgestellten Zelte erlaubten es den bis dahin noch spärlich anwesenden Besuchern, den Klängen der bereits auf der Bühne stehenden Band My Arms zu lauschen und dabei trotzdem nicht nass zu werden. Sängerin Mai schafft es, mit viel Stimmgewalt die Regenwolken wegzurocken und spätestens bei der Hommage  "Shadow of the day" an den vorgestern verstorbenen Chester Bennington sind wir voll bei ihr. Ich bin eigentlich nur schwer von weiblichen Rock-Stimmen zu begeistern, aber dieses kleine Persönchen mit der großen Stimme schafft es.

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Danach stehen Opalaxy aus Berlin auf der Bühne und spielen tapfer gegen den immer wieder einsetzenden Regen  an und so langsam füllt sich das Gelände trotz des Mistwetters.

Als nächste Band sind Mencouch- eine seit 2007 bestehende Berliner NuMetal-Band- am Start und es beweist sich mal wieder, warum wir so gern kleine Festivals besuchen: zwischendrin trifft man immer mal wieder auf uns bis dahin völlig unbekannte Bands, die uns vollauf begeistern. Satter Sound und laut Frontmann  Büchy "bewegungstherapeutische Lieder" -teils auf Spanisch-bringen zumindest mich das erste Mal an diesem Samstag zum Zappeln.

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Die nächste Band Venterra -auch aus Berlin- war uns bereits von einigen Auftritten bekannt, konnte uns aber bis heute noch nicht so richtig überzeugen. Irgendwas fehlte immer, entweder war der Sound nicht so prickelnd oder aber die Stimmung passte nicht (zugegebenermaßen ist es aber auch als junge Pop-Punkrock-Band mit teilweise doch recht "saftigen" Texten nicht ganz so einfach, ein Familienpublikum auf der Steglitzer Woche oder dem Weißenseer Blumenfest zu begeistern). Heute aber haben sie mich zumindest abgeholt,  wie man so schön sagt. Wetter passt endlich ( Regen, war da heute was?), Stimmung geil,  Bier schmeckt und dann noch der absolut tanzbare und mitträllerbare Song "Sommermädchen"-hach, kann das Leben schön sein!

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Nun nähern wir uns langsam dem Grund für die vielen rot-weißen Shirts heute hier auf dem Gelände, die mit "Zeltplatz-Mob" und "Schmutzki-Mob" beschriftet sind und deren Träger meist durch breites Grinsen und permanent gute Laune auffallen. Man kann vom "Schmutzki-Mob" halten, was man will: spielen die Stuttgarter Jungs auf einem Festival  kommt, man nicht an ihnen und ihren Fans vorbei. Schon vor Jahren bei dem Riesen-Event Rock im Park war das komplette Festivalgelände mit "Schmutzki"-Aufklebern zugepflastert und wir fragten uns alle: Wer oder was ist Schmutzki? Auch heute hier in Blankenfelde sind gute Laune und Freibier aus dem Schwabenland angesagt und ob man will oder nicht: Es macht einfach Spaß, den Jungs zuzuhören und zuzuschauen. Ein richtiger Schmutzki-Fan wird aus mir zwar nie werden, aber der Sound und die Bühnenpräsenz überzeugen auf jeden Fall.

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Last but not  least-kommen wir endlich zu "meiner Band" des Abends: Milliarden. Die Jungs aus Berlin, wie sympathischerweise auch nicht zu überhören ist, fielen mir das erste Mal vor ca. einem Jahr am Frühstückstisch auf, Star FM spielte einen Song namens "Im Bett verhungern "und mein erster Gedanke war: Hä? Rio Reiser? Den Song kenne ich ja gar nicht und warum hört sich das so jung und modern an? Ich war sofort "angefixt" , kaufte mir das einzige Album und kann heute jeden Song mitsingen.  Mein persönlicher Favorit: "Zucker" ist auch gleich das dritte Lied und ich bin wieder mal komplett begeistert. Wen die Jungs von Milliarden nicht schon im Radio begeistern, den überzeugen sie spätestens live. Diese Stimme bekommt man einfach nicht mehr aus dem Ohr und auch die Texte heben sich positiv ab vom Einheitsbrei der jungen  deutschen Musik. Und auch optisch sind sie sehr schwierig in eine Schublade zu quetschen, schaut Euch die Fotos von Marcus Sielaff an oder besser noch: Ab zum nächsten Milliarden-Konzert!
 

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marcus-live@music-heritage.de (Marcus Sielaff) https://marcussielaff.pictures/blog/2017/7/blank-it-festival Wed, 26 Jul 2017 20:05:57 GMT