Westcoast-Roadtrip Herbst 2017 Station 6 Mammoth Lakes

October 02, 2017  •  Kommentar schreiben

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Text: Anne-Katrin Sielaff

Fotos: Marcus Sielaff

"Von staubigen Wüsten und hohen Bergen"

 

Warum das Death Valley so heißt, braucht mir seit heute niemand mehr zu erklären-ohne Klimaanlage im Auto und gefühlten Millionen Flaschen Wasser wären wir hier jämmerlich zugrunde gegangen. Bei 100 Grad Fahrenheit (ca.38 Grad Celsius) und null komma nix Wind, endlosen schnurgeraden Straßen und staubiger Weite bis zum Horizont hoffen wir beide inbrünstig, dass unser Mietwagen nicht den Geist aufgibt. Was er zum Glück nicht tut und deshalb kommen wir auch zum Zabriskie Point: einer schon irgendwie auch faszinierenden Aussicht auf mehrere Farbschattierungen von Grau und Braun und Schluchten und Hügel des Death Valley.

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Was auf jeden Fall einen Riesenspass macht, sind die Straßen hier-geradeaus soweit das Auge reicht und schön hügelig-meine Kids hätten dazu früher Hot-Wheel-Bahn gesagt.

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Irgendwann sind wir dann aber fertig mit dieser Ödnis und verlassen das Death Valley Richtung Westen zu unserem Ziel Mammoth Lakes. Ist ein ziemlicher Ritt heute und zieht sich auch ganz schön in die Länge, nach 5 Stunden kommen wir dann aber im wirklich zauberhaften Cinnamon Bear Inn an und werden tatsächlich von einem Zimmer mit Blümchentapete und Himmelbett empfangen mit Panoramafenster auf den Wald. Beim Check-In die dringende Warnung unserer Wirtin, doch bitte keinerlei Lebensmittel oder Plastiktüten im Auto liegenzulassen wegen der Bären wird von uns zuerst beschmunzelt. Als wir dann aber am nächsten Morgen die total ausgeräumte große Mülltonne vor unserer Zimmertür im Hof entdecken, glauben wir die Geschichten von nächtlichen Schwarzbären auf Beutezug (die im Ernstfall tatsächlich auch in Autos einbrechen, wenn sie Futter erschnuppern  oder sehen) dann doch.

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Am ersten Abend machen wir noch einen kurzen Abstecher Richtung Red Meadows Canyon-liegt hier quasi vor der Haustür und der Rainbow-Wasserfall sowie der kleine verwunschene Starkweather-Lake sind wirklich wunderschön.

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Am nächsten Morgen machen wir uns auf Richtung Yosemite Nationalpark. Das sind ca.1,5 Stunden Fahrt von hier, hauptsächlich über komplett leere Highways (fährt sich einfach traumhaft hier im Gegensatz zu Deutschland, ich muss nur ständig auf meinen notorischen Gasfuß und die Geschwindigkeitsbegrenzung aufpassen), den letzten Rest der Strecke fahren wir dann auf der absolut herrlichen Tioga Road hinauf in den Park zwischen schneebedeckten Bergen.

Da wir uns heute eine ca. 15 km lange Wanderung über den Porcupine Creek Trail zum North Dome vorgenommen haben, lassen wir das Auto auf dem Porcupine Parkplatz stehen, schultern die Rucksäcke und ab geht's in den Wald. Dieser Wanderweg war ein Tipp eines jungen amerikanischen Pärchens, welches wir im Bryce Canyon getroffen hatten und es ist echt ein super Insider-Tipp: kaum andere Menschen (heute ist Sonntag und der Yosemite NP ist rappelvoll!) und zum Finale der atemberaubende Rundumblick über North Dome, Half Dome und Yosemite Valley lohnen sich definitiv!

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Auf dem Rückweg zum Auto ist die Vorfreude auf einen saftigen Buffalo Burger und unser Himmelbett dann unser größter Motivationsantrieb. Morgen müssen wir dann leider auch schon wieder weiter Richtung Lake Tahoe.

 


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